Mittwoch, 19. Juni 2013

Was sagen Personalisten zum MBA

Im Frühjahr 2013 führte der CAREER-Verlag eine qualitative Befragung unter führenden österreichischen Arbeitgebern durch. Der Weiterbildungs-Guide „MBA & LL.M. Austria“ bringt die wichtigsten Ergebnisse.

  • Fast zwei Drittel der Unternehmen bieten Maßnahmen zur Förderung eines MBA-Studiums an.
  • Die Auswahl eines Anbieters obliegt überwiegend dem Mitarbeiter, dementsprechend gibt es auch keine fixen Bindungen von Arbeitgebern an einzelne Ausbildungsstätten. Arbeitgeber legen aber Wert auf eine hohe Qualität des Anbieters, einen erheblichen Nutzen für das Arbeitsverhältnis und eine gute Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag.
  • Die österreichischen Anbieter werden besonders wegen der geografischen Nähe und wegen des besseren Verständnisses für die österreichische Unternehmenskultur geschätzt. Eine Bevorzugung internationaler Anbieter gibt es in erster Linie bei sehr international agierenden Unternehmen.

·         Alternativen zu einer MBA-Ausbildung gibt es für die Unternehmen kaum. Teilweise werden betriebsintern Mini-MBA-Programme angeboten, teilweise Lehrgänge universitären Charakters vermittelt.

·         Zwei Drittel der Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter finanziell bei der Absolvierung eines MBA-Studiums. Der Großteil dieser Unternehmen beteiligt sich mit 20–40 Prozent an den Kosten, vereinzelt werden die Kosten aber auch vollständig übernommen.

  • Knapp mehr als die Hälfte der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Formen der Arbeitszeitreduktion an. Hier zeigen sich sehr unterschiedliche Zugänge: In manchen Unternehmen gibt es Freistellungen nur für Prüfungen, in anderen kann man sich für bis zu zwei Drittel der Ausbildungstage freistellen lassen, in anderen kann man einen Großteil der zu erledigenden Aufgaben in der Arbeitszeit erledigen.

·         In fast allen Betrieben ist die Gewährung von Unterstützung von mehreren Faktoren abhängig. Eine positive Potenzialanalyse sowie ein individueller Entwicklungsplan sind fast immer Voraussetzung. Gelegentlich spielen auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie eine langfristige Bindung an das Unternehmen eine Rolle.

·         Die Initiative zur Absolvierung eines MBA-Studiums geht aber fast immer von den Arbeitnehmern aus. Nur wenige Betriebe sprechen Mitarbeiter gezielt auf die Möglichkeit einer derartigen Weiterbildung an.

·         Fast alle Arbeitgeber raten, einen MBA frühestens nach fünf Jahren Berufserfahrung anzugehen, teilweise werden auch bis zu zehn Jahre empfohlen.

·         Zurückhaltend zeigen sich die Unternehmen bei der Beurteilung des weiteren Karriereweges von MBA-Absolventen. Verbindliche Zusagen auf weitere Karriereschritte gibt es nirgends – wenn das Gelernte in den Berufsalltag übernommen werden kann, erhöht sich die Chance auf Managementfunktionen aber deutlich. Nur bei einem hierarchischen Aufstieg ist eine MBA-Ausbildung auch mit einem Gehaltssprung verbunden. Oft führt ein Abschluss zu einer steigenden Anerkennung im Unternehmen. Mittelfristig profitieren Absolventen insbesondere vom Netzwerk, das sie sich in ihrem Studium aufbauen konnten.

  • Drei Viertel der Befragten glauben, dass man mit einem MBA-Abschluss in großen bzw. internationalen Unternehmen mehr Chancen hat als in kleineren Betrieben. Einzelne Personalisten weisen aber darauf hin, dass in Großbetrieben aufgrund der hohen Absolventenzahlen eine Differenzierung zunehmend schwierig wird und raten daher eher zu einer Karriere in Mittelunternehmen. Manche Befragten sehen die besten Karrierechancen für MBA-Absolventen im öffentlichen bzw. öffentlichkeitsnahen Umfeld (insbesondere Interessensvertretungen wie Kammern oder Industriellenvereinigung).
  • Bei der Jobsuche darf man sich jedenfalls nicht auf einen MBA-Abschluss verlassen: Kein einziger Arbeitgeber gibt an, Absolventen bei der Besetzung offener Positionen zu bevorzugen.
  • Bei der Beurteilung der Kosten einer MBA-Ausbildung zeigt sich ein extrem unterschiedliches Bild. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den unterschiedlichen Anbietern wird fast durchgängig als sehr unterschiedlich wahrgenommen. Etwa gleich viele Arbeitgeber bewerten die Kosten im Schnitt als angemessen bzw. zu hoch. Die unterschiedliche Beurteilung resultiert insbesondere aus unterschiedlichen Vergleichsmaßstäben: Wird mit dem österreichischen Hochschulangebot verglichen, werden die Preise als überteuert empfunden. Wird mit internationalen Universitäten oder individuellen Trainings verglichen, werden die Preise als angemessen eingeschätzt.

Tipps für Berufstätige - Fernstudium

·         Kontaktieren Sie frühzeitig Ihren Vorgesetzten und die HR-Abteilung bezüglich der Möglichkeiten eines MBA-Studiums.

·         Sprechen Sie dabei sowohl finanzielle Unterstützungen als auch Möglichkeiten der Arbeitszeitreduktion an.

·         Achten Sie auf eine positive Potenzialanalyse sowie einen ambitionierten Entwicklungsplan als wichtigste Voraussetzungen für Unterstützungsleistungen.

·         Machen Sie konkrete Vorschläge in Bezug auf den Anbieter, legen Sie den Fokus dabei auf die Kosten-Nutzen-Bewertung für den Arbeitgeber.

·         Sorgen Sie nach dem Abschluss für eine sichtbare Umsetzung des Gelernten in der Praxis und aktivieren Sie Ihr gewachsenes Netzwerk.

Vgl.: http://www.mba-llm.at/was-sagen-personalisten-zum-mba-llm [abgefragt am: 19.06.2013]

 

 

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